Thälmann-Park                             
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Die Gestaltung der Parkanlage

Schematischer Plan zur Einordnung des Thälmann-Parks in die regionale Grünplanung des Bezirks Prenzlauer Berg.
Broschüre Dokumentation zur Investitionsvorbereitung „Ernst-Thälmann-Park“, 1983
(IRS Erkner/Wiss. Samml., Bestand Hartmut Pautsch)

Schematic plan concerning the integration of Thälmann-Park in the regional green planning of Prenzlauer Berg district.
From the brochure with the documentation of the investment preparation, 1983
(IRS Erkner, Scientific Collections, Hartmut Pautsch Papers)

Seit Beginn der Planungen zum Ernst-Thälmann-Park stand fest, dass eine deutliche Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen im Bezirk durch eine Umwandlung des Areals in einen großzügigen Freizeit- und Erholungspark erreicht werden sollte. Dieser sollte in die lokale Grünplanung zwischen Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark und Volkspark Friedrichshain eingebunden werden.Die ersten Planungen von 1978 sahen eine Parklandschaft mit zahlreichen Attraktionen sowie Spiel- und Sportanlagen vor. Die meisten dieser ersten, durchaus kreativen Ideen wurden bereits wenig später wieder verworfen. Stattdessen wurde der Denkmalanlage als Mittel- und Ausgangspunkt der Gesamtkonzeption bedeutend mehr Raum zugewiesen und auch die Einordnung der neuen Wohnbauten hatte eine Reduzierung der
Parkflächen zur Folge.Die Denkmalanlage selbst wurde mit fünf Meter hohen, künstlich aufgeschütteten Hügeln abgegrenzt. Mit einer Bepflanzung aus Bäumen und Sträuchern sollten diese einerseits einen Rahmen für die Anlage bilden und andererseits eine Verbindung mit dem Rest der weitläufigen Parkanlage herstellen. Die Gestaltungsschwerpunkte bilden schließlich ein Teich in Verbindung mit einem Rhododendronhain, der Rosengarten, der terrassenartig der kleinen Promenade mit den Geschäften vorgelagert ist sowie ein großer Kinderspielplatz am Kreuzungsbereich Dimitroffstraße / Greifswalder Straße.

Neben diesen größeren Anziehungspunkten erfolgte die Akzentuierung in der Parklandschaft durch einen Wechsel von farbigen Pflanzen, weiten Rasenflächen und unterschiedlichsten Baumarten. Insgesamt wurden rund 3000 Laub- und Nadelbäume und mehrere Tausend Gehölzpflanzen angelegt. Die Topografie und die gezielte Baumpflanzung im gesamten Park sollten für das Denkmal eine angemessene Kulisse bilden. Diese Wirkung sollte durch Sicht- und Wegebeziehungen verstärkt werden. Der Erholungspark sollte, in Verbindung mit den gesellschaftlichen Einrichtungen, zu einem Anziehungspunkt für die Bewohner*innen, Besucher*innen und Gäste gleichermaßen gemacht werden.

Auf Kunstwerke im öffentlichen Raum wurde weitestgehend verzichtet. Der Wohnungs- und Gesellschaftsbau blieb in der Gestaltung sehr reduziert, um nicht in Konkurrenz zum Thälmann-Denkmal zu treten.

Die Grünflächen im Thälmann-Park wurden in den letzten Jahren stark vernachlässigt. Mittlerweile gibt es jedoch sowohl von engagierten Anwohner*innen als auch von Seiten des Bezirks Bestrebungen, die Anlagen instand zu setzen.

Kapitel der Ausstellung

 

Konzeptionelle Zeichnungen zur Gestaltung und Bepflanzung der Bereiche des Teiches und des Rosengartens.
Magistrat von Berlin, Büro für Städtebau, Bereich Freiflächen, u.a. Erhard Stefke, 1983
(IRS Erkner/Wiss. Samml., Bestand Erhard Stefke)

Conceptual drawings for the design and planting of the area of the pond and the rose garden.
Magistrate of Berlin, Bureau for Urban Development, Department for Open Spaces. Erhard Stefke and others, 1983
(IRS Erkner, Scientific Collections, Erhard Stefke Papers)

The park facility design

Since the planning of Ernst-Thälmann-Park had begun, it was clear that the housing and living conditions in the district had decisively to be improved by transforming the area into a spacious leisure and recreation park. This park was meant to be integrated into the local green planning between Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark and Volkspark Friedrichshain.

The first plans from 1978 included a park landscape with several attractions as well as playground and sports facilities. Most of these first, indeed creative ideas were already scrapped soon after. Instead the memorial complex, being the central and starting point of the overall concept, received significantly more space. Also the integration of the new residential buildings led to a reduction of the park area.

The monument complex itself was inclosed with five-metre high artificially raised hills. They were planted with trees and bushes and meant to form a framework for the complex and, on the other hand, to establish a connection with the spacious park facilities. The design focus consists of a pond combined with a rhododendron grove, a terraced rose garden in front of the little promenade with shops, and a great playground at the crossing of Dimitroffstraße / Greifswalder Straße.

Apart from these major centres of attraction, the park landscape was accentuated by a change of coloured plants, wide lawns, and most different types of trees. In total 3,000 leaf trees and conifers and several thousand woody plants were lined out. The topography and the targeted tree planting in the whole park were meant to create an appropriate backdrop for the monument. The visual and route relationships were supposed to increase this impact. The aim of the recreation park, in connection with the community facilities, was to become a main attraction likewise for inhabitants, visitors, and guests.

Artworks in the public sphere were broadly lacking. The residential buildings and public facilities remained very reduced concerning their design in order not to compete with the Thälmann monument. During the last years the green spaces in Thälmann-Park have been highly neglected.

Meanwhile there are dedicated residents though and also the district who intend to overhaul the facilities.

Skizze zur Gestaltung der Hauptbereiche des Parks.
Garten- und Landschaftsarchitekt Erhard Stefke, 1982
(IRS Erkner/Wiss. Samml., Bestand Erhard Stefke)

Draft for the design of the main areas of the park.
Garden and landscape architect Erhard Stefke, 1982
(IRS Erkner, Scientific Collections, Erhard Stefke Papers)